24meterhoch3  - Tanz
"I am Farkhunda" von & mit Bibiana Jiménez
"Wildwood Flowers" von & mit Reut Shemesh

Foto: ©Akhtar Ghasemi

In Koproduktion mit ZAIK

Zu einer zeitgenössischen Ausrichtung in den darstellenden Künsten gehört die Tanzperformance. Auch im Theater der Keller. - Geht nicht? Raum zu klein?
Mit der neuen Reihe 24meterhoch3 – Tanz im Keller bietet das Theater der Keller in Kooperation mit dem ZAIK dem zeitgenössischen Tanz aus Köln Raum und Plattform: Im Kontext des Spielzeitmottos Angst als Chance befassen sich fünf Tänzerinnen in fünf Kurzresidenzen mit einem Thema oder Projekt ihrer Wahl – anschließend wird das Ergebnis präsentiert.

Inhaltlich und ästhetisch steht die Auseinandersetzung mit dem begrenzten Bühnenraum (24 Quadratmeter) und unserer heutigen Lebenswelt im Vordergrund.

I am Farkhunda
von und mit
Bibiana Jiménez                                                                                 05. November 2017

Angst vor männlicher Gewalt und Fanatismus – konkret der Lynchmord an einer afghanischen Frau am persischen Neujahrsfest 2015 – sind der Ausgangspunkt der Tänzerin und Choreografin Bibiana Jimenéz für I am Farkhunda.

"Hunderte Männer haben die 27-Jährige am 19.03.2015 vor der Schah-Do-Schamschira-Moschee in Kabul zu Tode geprügelt, ihre Leiche angezündet und dann in den Kabul-Fluss geworfen. Polizisten sahen die Tat, schritten aber nicht ein. Im Internet kursieren Dutzende Videos von Augenzeugen, die den Vorfall zeigen. Einige Männer brüsteten sich später bei Facebook mit der Tat. Bislang sind 21 Verdächtige festgenommen worden, darunter auch acht Polizisten. Dutzende Schaulustige hielten den Lynchmord mit ihren Smartphones fest. Ihre Videos zeigen, wie Männer wie von Sinnen auf das Opfer eintreten, andere schlagen mit Holzlatten auf die Frau ein. Dabei brüllen sie "Allahu Akbar" - Gott ist groß" (Der Spiegel)

Wildwood Flowers
von und mit Reut Shemesh                                                                                      01. Dezember 2017

Eine Maske zu tragen bedeutet, das eigene Gesicht zu verstecken, mit etwas zu überdecken und somit auch etwas anderes nach außen zu zeigen. Das Verhüllen und Verbergen, das Spiel mit der Maske und die flüchtige Variation der Identität, sind die Kernelemente des Stücks. Reut Shemesh nutzt dabei den Urban Dance als Ausdrucksmittel. Die ikonischen Figuren des Stücks „Wildwood Flowers“ verkörpern die typischen Charaktere einer Kleinstadt und geben sich durch ihre eigentümlichen Bewegungen, Gestiken sowie die Dynamiken untereinander zu erkennen. Viele Ebenen von Identität tauchen auf – die geschlechtliche, die individuelle, die gesellschaftliche, die der Generationen…

Eine Produktion von Reut Shemesh, koproduziert durch Kunsthochschule für Medien Köln. Gefördert durch: Stadt Köln, Quartier am Hafen, randomcollision

Choreografie: Reut Shemesh
Musik: Nico Stallmann
Masken: Mona Kakanj
Dramaturgie: Daniel Rademacher
Bühne: Elisa Balmaceda, Jose Flavio Noriega
Kamera und Fotografie: Ronni Shendar
Fotografie: V. Kranak, Phillip Böll

 

Termine:

Bibiana Jimenez: I am Farkhunda          05. November 2017

Reut Shemesh: Wildwood Flowers         01. Dezember 2017

Theresa Hupp/Gwendolin Lamping       02. Februar 2017

Sandra Reitmayer/Katharina Sim          Termin offen

Eröffnung des Katalyst-Festival: N.N.     07. Juni 2017

 

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Die nächsten Termine:
Sonntag, – 18:00 Uhr
Freitag, – 20:00 Uhr