Wir bekommen Besuch. Bis Ende der Spielzeit sind Häuser aus ganz Deutschland mit Solidaritätsgastspielen am THEATER DER KELLER zu Gast.
ARCHIV:
Mai 2011
LASST DEN SCHAUM ZUM HIMMEL SPRÜTZEN | Waldschrat & Vögel Produktion Zürich
„Himmelhoch
jauchzend, zum Tode betrübt - glücklich allein ist die Seele, die liebt."
Das stammt zwar von Goethe, trifft aber auf niemanden besser zu, als auf den
jungen Friedrich Schiller, genannt Fritz. Auch ein Schiller wurde nicht als Klassiker geboren. Wer steckt hinter dem
Titan deutscher Dichtkunst? In "Laßt den Schaum zum Himmel sprützen!"
geht es um den jungen Schiller, getrieben von dem Willen zu schreiben, geplagt
von fehlender Anerkennung und verschmähter Liebe. Und dann immer wieder dieser
Goethe, hinter dessen Ruhm er verblasst.

Mai 2011
OSTERSONNTAG nach dem Roman von Harriet Köhler
Ferdinand, ein junger Mann; ist immer unterwegs - Rastlosigkeit bestimmt sein Handeln und seine Gedanken. Als er eines Tages zufällig einen Brief seiner verstorbenen Schwester findet, kommt es am Ostersonntag zu der längst fälligen Aussprache mit seiner Familie, deren Mitglieder auf verschiedene Weise an den Werten und Erwartungen ihrer Gesellschaft scheitern. Wer trägt die Schuld am Tod seiner Schwester und ist dieser die Ursache für Ferdinands Haltlosigkeit?
Björn Gabriel hat Harriet Köhlers hochgelobten Debütroman aus dem Jahr 2007 für die Bühne adaptiert und selbst inszeniert.
Februar 2011
DANTONS TOD
Willen.Zur.Veränderung.
Revolution! Schreit es in
den Straßen. 1789. 1848. 1989. 2010? Nein. 2010 wird keine Revolution mehr gemacht. Es ist ja auch alles ok soweit. Und wie laufen die
Geschäfte? Solala, solala, singen Blumentopf und bewerben sich damit um den Text
zur Lage der Nation. Und leise, ganz leise braut sich da was zusammen, während
die Dantons und Robespierres von heute kunstvoll ihre Phrasen drechseln.
Pathos meets Pop. Und draußen explodieren Leiber vor Hunger. Was können wir tun?
Noch' n Bier?
November 2010
Arthur Schnitzler: "Der Reigen"
Szenische Lesung mit dem Schauspieler Bernhard Bauer und Franziska Leube.

Der skandalumwitterte Stoff von Arthur Schnitzlers "Der Reigen" hat nichts an seiner ursprünglichen Kraft eingebüßt. Zehn dramatische Begegnungen zwischen Männern und Frauen - frivol und zärtlich, melancholisch und voller Lebenskraft, flüchtig und intensiv - beschreibt der Schriftsteller in seinem literarischen Werk von 1897. Wegen sittenverderblichen Inhalts verboten, kommt es erst 1920 zur Uraufführung. Weiter Vorstellungen werden verboten. Wegen der Polemik gegen das Stück untersagte Schnitzler selbst dessen weitere Aufführung. Erst 1982 lief diese Sperrfrist offiziell aus. In der Lesung alternieren die einzelnen Szenen mit anzüglichen Liedern aus der Zeit um 1900, die von Franziska Leube am Cello begleitet werden.