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Bertolt Brecht
MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER
Co – Produktion mit der SCHULE DES THEATERS

Mit: Baris Ar, Ela Paul, Frederik Kienle, Sören Messing, Jonas Müller, Sandra Pohl, Jana Reiß, Markus Wilharm

Regie: Hanfried Schüttler
Ausstattung: Verena Hemmerlein

Die Kriegswirren des Dreißigjährigen Krieges. Brecht nennt sein Stück eine Chronik. Die „Helden“ sind die sogenannten „kleinen Leute“. In zwölf Bildern begleiten wir die Marketenderin Anna Fierling, genannt die Courage, mit ihrem Wagen und den drei Kindern, Eilif, Schweizerkas und der stummen Kattrin durch die Wirren und über die Schauplätze des Krieges. Mutter Courage will ihren Kopf retten und mit ihren Kindern heil durch den krieg kommen und außerdem noch gut daran verdienen. Ihr Motto lautet: „Mitmachen und sich dabei raushalten.“ Sie wechselt die Fahne, wie es gerade die Not erfordert, und hat am Ende doch verloren. Sie zieht weiter, aber ohne ihre Kinder, die hat ihr der Krieg genommen, erst eins, dann zwei, dann drei ....
So ist das nun mal im Krieg. „Der Schnee schmilzt weg, die Toten ruhn! Und was noch nicht gestorben ist, das macht sich auf die Socken nun!“, singt die Courage in ihrem „Geschäftslied.“

Bertolt Brecht lebte im skandinavischen Exil, als er 1939 „Mutter Courage“ fertig stellte. Von hier aus beobachtete er mit Schrecken die politische Entwicklung in Deutschland und Europa. „Mutter Courage“ ist ein Warn- und Mahnstück über den Krieg. Wer ihn unterstützt oder auch nur billigt, kann nichts gewinnen, er kann nur verlieren, so Brechts Botschaft.

Premiere: Donnerstag, 15. Januar 2009



Gemeinsam mit dem Theater im Bauturm beschäftigen wir uns mit dem Thema Krieg. Neben der historischen Dimension interessieren uns aktuelle Fragen: Aus welchen Gründen gehen von der sogenannten Zivilisation Kriege und bewaffnete Konflikte aus bzw. werden unterstützt? Wer profitiert davon? Wer sind die Kriegsgewinnler? Wie leben und überleben die Menschen in Kriegsgebieten? Wie fühlen sich UN-Soldaten, die aus einem aussichtslosen Krieg nach Hause kommen? Müssen wir unsere Demokratie exportieren oder am Hindukusch verteidigen?

Das Theater im Bauturm wird am 24.1. „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert am 24.1. herausbringen.

Zu diesem gemeinsamen inhaltlichen Schwerpunkt sind Begleitveranstaltungen wie etwa szenische Lesungen geplant. Es wird gemeinsames Schulmaterial erstellt, auch eine Doppelvorstellung an einigen Samstagen ist möglich mit anschließender Diskussion unter Beteiligung der Regisseure und der Ensembles sowie externer Fachleute wie Historiker, Politologen, Auslandsjournalisten.
Dazu gibt es ein Kombi-Ticket für den Besuch beider Theatervorstellungen sowie für alle Begleitveranstaltungen.

Spielplan 2008/09

Nächste Premieren:


Unser Sommerstück
James Lyons
FÜR MICH SOLL´S ROTE ROSEN REGNEN
Eine musikalische Revue

Do, 2. Juli 2009

Wiederaufnahmen:

Woody Allen
EINE MITTSOMMERNACHTS-SEX-KOMÖDIE

Im Programm:

Trude Herr
DIE MILLIONÄRIN


Friedrich Schiller
MARIA STUART


Bertolt Brecht
MUTTER COURAGE
Co-Produktion mit der SCHULE DES THEATERS


Tragödie von Sophokles
KÖNIG OEDIPUS
Co-Produktion mit den Wuppertaler Bühnen


Dan Goggin
NON(N)SENS


ES KOMME WAS DER HIMMEL ÜBER MICH VERHÄNGT
Nach den Briefen von Heinrich von Kleist
Co-Produktion mit dem Theater Black Box


Alan Ayckbourn
GLÜCKLICHE ZEITEN


Neil Simon
BEIM FILM MÜSSTE MAN SEIN

KELLERextra

Jeden 1. Sonntag im Monat
um 18:00 Uhr
HÖRTHEATER DER KELLER
Kooperation mit dem Deutschlandfunk


Jeden letzten Dienstag im Monat
KELLERfilm | Kooperation mit MEYER RECORDS
Moderation: Richard Bargel


„Ich bin etwas schief ins Leben gebaut“ –
Ein Ringelnatzabend mit Keller im Keller und Schmid macht mit.


MASCHA KALÈKO ABEND
mit Judith C. Jakob
Lesung mit Musik



THEATER DER KELLER, Kleingedankstr. 6, 50677 Köln, info@theater-der-keller.de