Wolfram Lotz

Fusseln (UA)

Fotos: © Niklas Berg

 

„Unerwiderte Liebe zu Igeln / Nie abgeschickte Briefe / Im Impressum verschwundene Namen“ ⁣⁣⁠⁣⁣

 

Der preisgekrönte Autor Wolfram Lotz hat eine Liste verfasst: eine Ansammlung von Dingen, Worten, Bildern, die scheinbar übersehen, vergessen, unbenannt und verpasst bleiben. Regisseurin Charlotte Sprenger verbindet Lotz‘ poetischen Text mit Tanz, Musik und 13 Studierenden der „Schauspielschule der Keller“ - ein Requiem auf das Leben und die Vergänglichkeit in einem!⁣⁣⁠⁣⁣


Wolfram Lotz, geboren 1981 in Hamburg, ist einer der berühmtesten deutschen Dramatiker. Er studierte Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaft in Konstanz und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2011 gewann er mit Der große Marsch u.a. den Kleistförderpreis und den Publikumspreis des Berliner Stückemarktes, für Einige Nachrichten ans All, das ebenfalls an vielen Theatern im deutschsprachigen und europäischen Raum aufgeführt wurde, wurde er in der Kritikerumfrage von Theater heute zum „Nachwuchsautor des Jahres“ gewählt. Für sein Stück Die lächerliche Finsternis wurde er 2015 zum „Dramatiker des Jahres“ gewählt.

"Fusseln" wird im Theater der Keller am 31.12.19 uraufgeführt.

In der Presse:
"Sprenger setzt auf der Deutzer Interimsbühne (...) den zarten Beobachtungen von in Pfützen schwimmendem Licht und im Knopfloch verwelkten Blumen die Wucht eines Chores entgegen. Das erscheint zunächst kontraintuitiv, aber der Fussel-Chor brüllt ja nicht anklagend im Soldatenmantel, im Gegenteil. (...) Was wir sehen, sind junge Menschen, die sich gerade erst des Verlorengehens der Zeit bewusst geworden sind. Rastlose Menschen, die nur selten lang in einer Formation verharren, sondern quer über das große kulissenlose Spielquadrat schießen, und auch darüber hinaus; die nicht mehr mitkommen, die versuchen, bei der nächsten Wendung wieder ganz nach vorne zu kommen; die sich vom über sie hereinbrechenden Alltag gehetzt fühlen und von der tinderhaften Unverbindlichkeit zwischenmenschlicher Beziehungen. Was immer wieder berührt." Kölner Stadtanzeiger, 02.01.20

"Der Interimsspielstätte macht die energetisch choreographierte Inszenierung (...) alle Ehre, da sie das Band zwischen Melancholie und Vitalität bis zum zerreißen spannt." Kölnische Rundschau, 02.01.20

 

Regie: Charlotte Sprenger
Dramaturgie: Julia Fischer
Co-Regie, Choreinstudierung: Frank Casali
Regieassistenz: Taja Rüger


Mit: Katharina Abel, Josa Butschkau, Frank Casali, Adeline Joao, Paul Hofmann, Hannah Holthaus, Erika Rosalie Jell, Sefa Küskü, Anna Marzinzik, Brit Purwin, Jack Rehfuß, Ina Rottstegge, Luis Volkner

Die nächsten Termine:
Donnerstag, – 20:00 Uhr
Donnerstag, – 20:00 Uhr
Freitag, – 20:00 Uhr
Donnerstag, – 20:00 Uhr
Mittwoch, – 20:00 Uhr