FRAGILE

FRAGILE
von XXTanzTheater in Koproduktion mit WEHR51

2020 starb der Künstler Alfonso Suarez Ciodaro. Hier kaum bekannt, ist er in Kolumbien eine Legende und ein Pionier einer ganzen Künstler:innenbewegung. Sein Leben ein einziges schillerndes Gesamtkunstwerk, in dem er die Fragilität seines Körpers in bildgewaltigen Performances und Kunstaktionen einsetzt. Als homosexueller Künstler in der machistischen Gesellschaft Kolumbiens lebend setzt er sich schon in den 1970er Jahren für der Künstler:innenbewegung „Stonewall Riots“ ein,  die sich für die politische Gleichberechtigung und die LBTQIA+-Rechte einsetzte. „Gay Art“ wurde zum Sprachrohr einer Bewegung.

XXTanzTheater/Bibiana Jiménez und WEHR51 greifen gemeinsam mit dem Argentinischen Tänzer und Choreografen Oswaldo Ventriglia Performances und Aktionen von Alfonso Suarez Ciodaro auf und fragen nach der heutigen Fragilität im Verhältnis Mensch-Körper-Natur-Welt. Mit der Sprache des Tanzes und der Performance, inspiriert von Suarez‘ poetischen, hartnäckigen Bildern; thematisieren wir unsere Fragilität, tanzen eine Hommage an die Kraft der Kunst die Gesellschaft zu verändern, Wege der Antifragilität zu entwickeln, Tabus zu brechen und Mythen zu erwecken.

Künstlerische Leitung: Bibiana Jimenez

Ko-Choreographie: Bibiana Jimenez, Osvaldo Ventriglia

Dramaturgie: Wehr51 - Andrea Bleikamp & Rosi Ulrich

Performance: Osvaldo Ventriglia

Tanz: Ruan Martins

Produktionsleitung: Hauke Martens

Produktionsassistenz: Daniela Riebesam

Technik: Jens Kuklik

Presse und Öffentlichkeitsarbeit: Ellen Brombach und PÖ-Wehr51

Text Quellen: Deyna Acosta

 

gefördert durch das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Vorstellungen:
10. Dezember I 20:00 Uhr
11. Dezember I 20:00 Uhr
12. Dezember I 18:00 Uhr

Erinnerung

Monodrama
"ERINNERUNG"
nach "Ein paar Jahre mehr oder weniger" von Aldo Nicolaj

Ein Mann um die Fünfzig wird eines Tages in einem Klappstuhl sitzend auf einem Autobahnrastplatz aufgefunden. Wie er dort hingekommen ist? Er weiß es nicht, so wie er nicht weiß, wer er ist, wie er heißt, welches Leben ihm gehörte. Er erinnert sich nur an ... Autos, die neben ihm heranfahren und ... viele leuchtende Farben. In einem dramatisch-ergreifenden Monolog versucht er verzweifelt, Hinweise auf seine Identität zu finden. Er will sich zu erinnern.
…er spricht verschiedene Sprachen …zitiert verschiedene Monologe aus seinen Rollen. Er ist Schauspieler. Aber er kann die Dinge nicht verbinden. Er erinnert sich nicht bewusst an irgendetwas. Sein Satz beginnt stets mit: „Es muss so gewesen sein ..." Schnell geht er von einem nicht verwandten Frgament zum anderen über... was sein Leben auch gewesen sein könnte.
Verloren in der Zeit, im eigenen Leben...
 
Regie, Dramaturgie: Nada Kokotovic
Bühne: Asja Urytskaja
Kostüme: Joanna Rybacka
Video: Mike Ostrovsky
Presse/Öffentlichkeitsarbeit: Iris Pinkepank
Es spielen: Nedjo Osman, Katharina Waldau

Premiere: im Dezember

Europium

„EUROPIUM – 8 Poems for Unna“ – Uraufführung, soziale Plastik, Gesamtkunstwerk

Das Zauberwort „Europium“ verheißt eine geheimnisvolle, seltene Erde. Auf ihre Spur begibt sich das paneuropäische Ensemble vom TKO-Theater am 28. und 29. September. Die Uraufführung „EUROPIUM – 8 Poems for Unna“ findet als Gastspiel in den Räumen und auf dem Außengelände des „Theater der Keller“ in Köln am 28. und 29. September statt . Gleichzeitig sind die Auffüh-rungen Teil der „Interkulturelle Woche“ und des „Europäischer Tag der Sprachen“.

8 Künstlerinnen aus Amsterdam, Athen, Berlin, London, Madrid, Reykjavik und Zürich starteten einst unter der Regie von Nada Kokotović ihre Karrieren. Nach 25 Jahren treffen sie sich wieder. Was haben sie sich und uns heute im herausgeforderten Europa zu sagen? Was setzen sie fake news, hate speech und cancel culture entgegen? Mit ihren Biografien modellieren und meißeln die Expert-:innen ihres eignen Lebens an einer Europäer:innenskulptur. Zeus, in der Gestalt eines Stiers, der schon in der griechischen Mythologie Europa verführte, verbindet ihre Lebenslinien. Er wird von Nedjo Osman aus der Volksgruppe der Roma gespielt, einem Volk ohne Land, das überall in Europa zuhause ist – also ein wahrer Europäer. Welche Perspektive vertritt er? Zutiefst persönliche Einblicke in ihre Leben setzt die Regisseurin Nada Kokotović zu einem starken, vielstimmigen interkulturellen Plädoyer für die Kunst, für Toleranz und Demokratie zusammen. Selbst im multilingualen Jugoslawien aufgewachsen, fängt sie den Klang der vielen Sprachen ein, mixt individuelle Introspektion, politischen Kontext und aktuelle Kunst und setzt experimentelle Impulse für Vielfalt und Empowerment.

 „Es ist wunderbar, die jungen Menschen von damals heute als herangereifte Persönlichkeiten mit einem eigenen Willen zur Kunst zu erleben.“, sagt Kokotović. Sie hat diese Darstellerinnen vor mehr als 25 Jahren mit der Inszenierung der „Hamletmaschine“ von Heiner Müller bei ihren ersten Schritten auf die Bühne begleitet. Trafen sich 1994 Diplomand:innen vieler europäischer Akademien auf der „Theatrale Unna“ in der europäischen Provinz. Kehren sie nun aus den europäischen Metropolen zurück und berichten, wie es ihnen ergangen ist, was Europa ihnen bedeutet.

 

Ab 2022 gibt es auch eine analog-hybride, künstlerisch eigenständige Fassung, die mit nur 2 Perso-nen performt wird und für Gastspiele in den Herkunftsländern der Darsteller:innen gedacht ist. Sie entsteht in Kooperation mit dem renommierten niederländischen Medienkunst-Kollektiv "Polymorf" aus Breda. Gründer, Marcel van Brakel, war 1994 ebenfalls Teilnehmer der „Theatrale Unna“. So schließt sich ein Kreis experimenteller europäischer Kunstproduktion.

 

Regie:  Nada Kokotović

Es spielen:  Sigrun Sol Olafsdóttir, Halla Margrét Jóhannesdóttir, Jeannette Eggert alias Yoki van de Cream, Mary Davies, Chryssoula Nissianaki, Maria Gray, Katharina Conradi, Gudula Mueller-Töwe; Nedjo Osman

Dramaturgie: Christel Jorges

Digitalisierung: Marcel van Brakel

Produktion: Gudula Mueller-Töwe

Ö-Arbeit: Iris Pinkepank

Gefördert von: Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, RheinEnergieStiftung Kultur, Kreisstadt Unna/Bereich Kultur, Integrationsrat der Kreisstadt Unna, Kulturamt der Stadt Köln, Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Mit freundlicher Unterstützung von der „Interkultureller Woche“ und des „Europäischer Tag der Sprachen“.

 

Vorstellungen:
28./ 29. September