XXTanzTheater Bibiana Jimenez

Das eXXperiment Skizzen einer neuen Gemeinschaft
Kooperation mit dem Theater der Keller
Nominiert für den Kölner Tanzpreis 2020

"Großer Wurf (...) fulminant getanzt" Kölnische Rundschau, 04.06.20         

"Ein grandioser Tanzabend eröffnet die Saison der Lockerung, und es ist ein Glück, dass das Theater der Keller noch zwei Aufführungen Mitte Juni anbietet." O-Ton 31.5.20

„Das eXXperiment“ ist ein vielschichtiges und nicht immer leicht zugängliches, aber auf jeden Fall ein großes Stück Tanztheater. Mit großem Gespür für interessante Frauen der Kölner Geschichte hat die Choreografin Bibiana Jiménez mit Marta Hegemann eine bedeutsame „Neue Frau“ zu Recht auf die Tanzbühne gebracht." Klaus Keil tanz.nrw.web

Wohin verändert sich die Welt? - Auch vor 100 Jahren, nach dem 1. Weltkrieg, stand man vor dieser Frage. Künstler suchten Antworten. Marta Hegemann war eine von ihnen. Die Malerin gehörte zu den "Kölner Progressiven", die die Vision einer sozial gerechten Gesellschaft entwickelten. Bibiana Jimenez' neues Tanzstück ist inspiriert von Hegemanns Leben, ihrer Isolation als Künstlerin in einer Männergesellschaft, ihrer Darstellung von Frauen, die aus einer etablierten Welt ausbrechen. Zwei Frauen tanzen isoliert voneinander und skizzieren neue Formen der Gemeinschaft. Damals wie heute (jetzt durch Corona bestärkt) war Kunst ein Drahtseilakt, ein Überlebenskampf. Bibiana Jimenez hat eine 'coronataugliche' Version des Stücks erarbeitet.

Konzept / Choreografie / Ausstattung: Bibiana Jimenez
Tanz: Daniela Riebesam, Florencia Martina
Stimme: Valeria Risi
Dramaturgie: Barbara Kastner
Assistenz: Valeria Risi

Gefördert durch: Kunststiftung NRW

Samstag, 19. Dezember |20h|
Sonntag, 20. Dezember |18h|
Mittwoch 13. Januar |20h|
Donnerstag 14. Januar |20|



Angst essen Seele auf

von Rainer Werner Fassbinder
Ein Gastspiel des Theater TKO

Emmi (Deutsche) und Ali (Ausländer) verlieben sich ineinander. Den feindseligen Gefühlen ihres Umfelds zum Trotz beschließen sie, zu heiraten — und begegnen der ungebremsten Wucht von Vorurteilen, die selbst ihre engsten Vertrauten teilen. In der Inszenierung verdichtet die ausbrechende Corona-Pandemie, wie Privates politisch wird und umgekehrt.
Eine Atmosphäre der Unsicherheit keimt auf. Aus der Mitte der Mehrheitsgesellschaft geben Fassbinders Figuren verletzende, hässliche Kommentare zu der ungleichen Ehe ab. Die zwischenmenschlich angespannte Ausnahmesituation wird zunehmend sicht- und fühlbar. Bilder vom Entstehen und von den Folgen von Ausgrenzung werfen die Frage auf: Wie wollen wir als Einzelne und als Gemeinschaft mit diesen Herausforderungen umgehen, wenn die Spielräume knapper werden?
Die Pandemie – eine bislang unbekannte „Naturkatastrophe“ – liegt wie ein Brennglas auf der Gesellschaft. Der Klassiker „Angst essen Seele auf“ offenbart Spielarten dieser Krise im Privaten und Persönlichen. Er fokussiert auf die aktuelle gesellschaftliche wie zwischenmenschliche Herausforderung: Gewalt in Familien.
In Zeiten von Corona werden Themen wie Aggression und Fremdenfeindlichkeit wieder ganz neu diskutiert. Und zwar nicht nur lokal und regional, sondern auch pannational. Das macht unser Stück noch aktueller – ja traurigerweise geradezu brisant – als es eh schon wäre. Mit seinem Film „Angst essen Seele auf“ gelang Rainer Werner Fassbinder 1974 eine Provokation. Heute zeigt sich, dass „Angst essen Seele auf“ nichts von seiner gesellschaftlichen Relevanz eingebüßt hat.
 
Regie: Nada Kokotovic
Kostüme: Joanna Rybacka
Ö-Arbeit: Iris Pinkepank
Es spielen: Doris Plenert, Nedjo Osman, Katharina Waldau, Klaus Nicola Holderbaum
 


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Samstag 16. Januar |20h|
Sonntag 17. Januar |18h|