Miss Gyné - Ein Tanztheaterstück, eine Tanz-Spielschlacht
Koproduktion mit dem Theater der Keller

Fotos: © Herand Müller-Scholtes

Wir tauchen ein in die Welt der Amokläufer*innen, in die Plattformen des Hasses, der Misogynie.
„Es war die Schuld der Gesellschaft, mich zurückzuweisen. Es war die Schuld der Frauen, mir Sex zu verweigern“, so der Amokläufer Elliott

Rodgers in einem Manifest. Frauenhass ist ein häufiges Motiv dieser Form des Terrors unserer Gegenwart. Auf Plattformen und in Chatrooms organisiseren sich die „Incels“ („involuntary celibate“) und tauschen sich aus. Was treibt die die Täter zu ihren Taten? Welche Rolle spielen Games und virtuelle Welten?

Drei Tänzer*innen sind reale Menschen und gleichzeitig virtuelle Wesen aus der Fantasiewelt der Games. Sie jagen einander, kämpfen gegeneinander oder bekämpfen gemeinsam einen Feind. Sie denken sich Game-Helden aus, sie tanzen die psychische und seelische Auswirkung der Isolation und Radikalisierung. Was ist real, was ist virtuell ?

"Miss Gyné" bewegt sich zwischen verschiedenen Wirklichkeiten. Verletztheit und Hass verändern die Wahrnehmung, die Grenzen des eigenen Körpers werden fragwürdig, die Orientierung geht verloren - Halt bietet scheinbar nur nochdie Fantasie.

Premiere: Sa, 19.06.2021

Weiter im Spielplan:

Das EXXperiment - Skizzen einer neuen Gemeinschaft
Koproduktion mit dem Theater der Keller
Ausgezeichnet mit dem Kölner Tanzpreis 2020

"Großer Wurf (...) fulminant getanzt" Kölnische Rundschau, 04.06.20         

"Ein grandioser Tanzabend eröffnet die Saison der Lockerung, und es ist ein Glück, dass das Theater der Keller noch zwei Aufführungen Mitte Juni anbietet." O-Ton 31.5.20

„Das eXXperiment“ ist ein vielschichtiges und nicht immer leicht zugängliches, aber auf jeden Fall ein großes Stück Tanztheater. Mit großem Gespür für interessante Frauen der Kölner Geschichte hat die Choreografin Bibiana Jiménez mit Marta Hegemann eine bedeutsame „Neue Frau“ zu Recht auf die Tanzbühne gebracht." Klaus Keil tanz.nrw.web

Wohin verändert sich die Welt? - Auch vor 100 Jahren, nach dem 1. Weltkrieg, stand man vor dieser Frage. Künstler suchten Antworten. Marta Hegemann war eine von ihnen. Die Malerin gehörte zu den "Kölner Progressiven", die die Vision einer sozial gerechten Gesellschaft entwickelten. Bibiana Jimenez' neues Tanzstück ist inspiriert von Hegemanns Leben, ihrer Isolation als Künstlerin in einer Männergesellschaft, ihrer Darstellung von Frauen, die aus einer etablierten Welt ausbrechen. Zwei Frauen tanzen isoliert voneinander und skizzieren neue Formen der Gemeinschaft. Damals wie heute (jetzt durch Corona bestärkt) war Kunst ein Drahtseilakt, ein Überlebenskampf. Bibiana Jimenez hat eine 'coronataugliche' Version des Stücks erarbeitet.

Konzept / Choreografie / Ausstattung: Bibiana Jimenez
Tanz: Daniela Riebesam, Florencia Martina
Stimme: Valeria Risi
Dramaturgie: Barbara Kastner
Assistenz: Valeria Risi

Gefördert durch: Kunststiftung NRW

Konzept-Choreographie: Bibiana Jimenez
Dramaturgie: Ulrike Janssen
Tanz: Daniela Riebesam, Hauke Martens, Angelo d'Aiello
Video: Jens Standke
Presse & Öffentlichkeit: Tatjana Fernau
Technik: Paul Hollstein

Premiere: möglichst bald 2021

Die nächsten Termine:
Freitag, – 20:00 Uhr
Samstag, – 20:00 Uhr