Noch ist Polen nicht verloren

Eine Komödie nach dem Filmklassiker ‚Sein oder Nichtsein‘ von Ernst Lubitsch

Von Jürgen Hofmann nach Melchior Lengyel / Koproduktion mit der Schauspielschule DER KELLER

Wie man die Gestapo mit den Mitteln des Theaters reinlegt – eine Komödie nach dem Filmklassiker 'Sein oder Nichtsein' von Ernst Lubitsch

Polen 1939. Kurz vor dem deutschen Überfall probt man im Stadttheater Posen die Satire „Gestapo“. Dann rückt die echte Gestapo zu Verhören an. Unter Lebensgefahr ziehen die Schauspieler*innen alle Register ihrer Kunst und schlüpfen in die Rollen von Nazi-Größen und SS-Offizieren, um die Gestapo zu täuschen. Das junge Absolvent*innenensemble der Schauspielschule widmet sich einer klassischen Verwechslungskomödie, die das Theater schlechthin und den Mut zum Widerstand mit künstlerischen Mitteln feiert.

Abschlussinszenierung der Absolvent*innenklasse der Schauspielschule DER KELLER

 

Fr / 06 Nov / 20:00
Di / 10 Nov / 20:00
Fr / 04 Dez / 20:00
Sa / 05 Dez / 20:00
Fr / 08 Jan / 20:00
Sa / 09 Jan / 20:00

SPIELORT: Werkshalle

Regie
Michael Meichßner
Bühne & Kostüme
Lucie Hedderich
Licht
Jan Wiesbrock
Dramaturgie
Ulrike Janssen
Dramaturgische Mitarbeit
Sabine Hahn
Premiere
09. Oktober 2026
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Diese furiose Polit-Satire feiert das Theater als wehrhaftes Instrument gegen den modernen Rechtspopulismus. Getragen von der Energie einer jungen Generation entlarvt die Inszenierung autoritäre Machtstrukturen durch die Waffe des Lachens und setzt so ein Zeichen für die Verteidigung unserer demokratischen Freiheit und die Unantastbarkeit der Kunst.

Kultura Extra, Oktober 2026

Gerade weil das Grauen so real ist, gelingen die Pointen so gut, bringen die galgenhumorigen Witze die ganz Tragweite einer Kunst unter der Knute zum Vorschein.

— Kölner Stadtanzeiger, Oktober 2026

Die Abschlussinszenierung der Absolvent:innenklasse der Schauspielschule 'Der Keller' besticht durch das tolle Ensemble. Das Zusammenspiel der Schauspieler:innen funktioniert bis in die kleinste Nebenrolle. Jedes Detail sitzt.

− Theatergemeinde Köln, November 2026

Das junge Ensemble hält bei dieser gelungenen Inszenierung das Tempo hoch, meistert mühelos den Wechsel der Rollen und des Tonfalls zwischen galligem Humor und realem Grauen. Die bei Lubitsch so genial dargebotene Mischung aus pointierter Politsatire und bissiger Gesellschaftskomödie funktioniert auch bei dieser sanften modernisierten Variante aufs Unterhaltsamste.

— Kölner Stadtanzeiger, Oktober 2026

Die jungen Absolvent*innen der Schauspielschule DER KELLER spielen sehr auf den Punkt. Sie zelebrieren das „Theater im Theater“ mit rasantem Tempo und vollem Körpereinsatz.

Kultura Extra, Oktober 2026

Max Rademacher mimt spielfreudig Josef Tura, den eitlen Star des Ensembles. Maximilian Sassinek gestaltet mit ungestümer Energie Stanislav Sobinski, einen leidenschaftlichen polnischen Fliegerleutnant und bringt die reale politische Bedrohung mit emotionaler Wucht direkt in das Theater. Juliana Tricoli sticht sowohl in der Rolle des gefährlichen NS-Doppelagenten Professor Siletzky als auch des eitlen Gruppenführers Erhardt heraus. Die Komik der Figur entsteht durch dessen totale Befehlshörigkeit, die Tricoli mit bemerkenswert subtiler Mimik und Gestik greifbar macht.

Kultura Extra, Oktober 2026

Drei parallel oder blockweise formierte, nüchterne Tischreihen dienen im Bühnenbild von Lucie Hedderich im fliegenden Wechsel des Stücks ohne großen Umbau als Setting für Bühnenproben, ein kalt ausgeleuchtetes Verhör oder ein Schreibtisch-Szenario im Gestapo-Hauptquartier. Durch das Verschieben und Besetzen dieser drei Reihen entstehen Achsen und Barrieren im Raum. Wenn sich die Schauspielenden hinter den Tischen verschanzen oder die vermeintlichen Nazi-Größen dort Platz nehmen, spiegeln die Tischfronten eine bürokratische Kälte und die hierarchischen Machtstrukturen des NS-Apparats wider, gegen die das junge Kollektiv spielerisch antanzt. Das junge Ensemble agiert unter der Regie von Michael Meichßner wandlungsfähig und dynamisch. Das präzise Timing der Lichttechnik (Jan Wiesbrock) sorgt dafür, dass die abrupten Wechsel zwischen Slapstick, chorischen Passagen und existenzieller Bedrohung ihre dramatische Wirkung entfalten.

Kultura Extra, Oktober 2026